Themenwege im Biosphärengebiet

Das Biosphärengebiet Schwarzwald ist eine international von der UNESCO anerkannte Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Im Förderprogramm unterstützt das Land Baden-Württemberg sinnvolle und zukunftsweisende Projekte aus unterschiedlichen Fachbereichen – zum Beispiel auch Themenwege in der gesamten Gebietskulisse. Wir stellen Ihnen hier acht Beispiele (siehe Karte) vor.

Stand: 09.12.2021

1. Mensch, Zeit, Erde – Themenweg Lebensraum Freiburg-Kappel

Es wurden zwei Wege zum Thema „Lebensweg: Mensch-Zeit-Erde“ angelegt, an dessen Stationen (Infotafeln, Skulpturen und Soundscapes) die Wanderin und der Wanderer dem Lebensgestaltung der Vorfahren begegnen kann. Dabei werden die Arbeitswelt, ihr Glaube, ihre Traditionsverbundenheit und ihre gesellschaftliche Struktur bis heute dokumentiert. Zwischendurch sind zahlreiche Holzskulpturen des Künstlers Thomas Rees zu sehen. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit des Kunst- und Kulturvereins Freiburg-Kappel mit der Ortsverwaltung.

Start und Ziel: Kleiner Rundweg: FR-Kappel Rathaus; großer Rundweg: FR-Kappel, Parkplatz Stollenhütte (Nähe Molzhof-Siedlung)

Länge: kleiner Rundweg sieben Kilometer, großer Rundweg 12,8 Kilometer; Dauer: drei bis vier Stunden

Parkplatz: Parkplatz Stollenhütte (kleiner Rundweg), Parkplatz Sportplatz FR-Kappel (großer Rundweg)

ÖPNV: Haltestelle Peterbergstraße (kleiner Rundweg), Haltestelle Molzhofsiedlung (großer Rundweg, von dort Fußweg ca. ein Kilometer bis Stollenhütte).

2. Wildnispfad bei Oberried

Auf dem Wildnis-Erlebnis-Pfad testen das Schwarzwälder Lüchsle und das Freiburger Füchsle die Kenntnisse und Fähigkeiten vor allem junger Naturfans. Das Projekt ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen WWF und dem SC Freiburg sowie dem Biosphärengebiet Schwarzwald. Entlang des Pfads in alten Bannwäldern, in der Kernzone des Schutzgebiets, gibt es spannende Spiele, rätselhafte Quizfragen und jede Menge Mitmachmöglichkeiten. Der Weg erfordert in Teilbereichen Trittsicherheit, es gibt eine Umgehungsmöglichkeit für diesen Abschnitt.

Start und Ziel: Schulhaus in St. Wilhelm

Länge: 4,9 Kilometer, Dauer: drei bis vier Stunden

Parkplatz: Oberried-St. Wilhelm, Schule/Ortsverwaltung

ÖPNV: Haltestelle an der L 126, Oberried-St. Wilhelm, von dort noch etwa zwei Kilometer Fußweg)

3. Siedlers Mugg bei Todtnau-Muggenbrunn

Der Siedlers Mugg ist eine Kunstfigur, die auf einem Rundweg die Besucherinnen und Besucher über das Leben von früher informiert. Dabei erfahren die Gäste zum Beispiel auch Anekdoten aus der Geschichte von Muggenbrunn, können aber auch Silberdisteln oder Weidbuchen aus der reichhaltigen Natur bewundern. Vom Gipfel des Franzosenbergs oder anderen Anhöhen gibt es lohnenswerte Ausblicke hinunter ins Tal. An jeder Station erzählt der Siedlers Mugg mit einem scanbaren QR-Code in einem Audio-File aus seinem Alltag.

Start und Ziel: Tourist-Info, Todtnau-Muggenbrunn

Länge: 7,9 Kilometer, Dauer: drei bis vier Stunden

Parkplatz: Dorfmitte Muggenbrunn

ÖPNV: Haltestelle „Grüner Baum“ in Muggenbrunn

4. Gamsbeobachtungspfad bei Todtnau-Brandenberg

Am Fahler Wasserfall oberhalb des Todtnauer Stadtteils startet der Gamsbeobachtungspfad, der bis hinunter zur Halde in Brandenberg führt. Die ausgewilderten Gämsen sind im Schwarzwald heimisch geworden und zeigen sich je nach Wetter und Jahreszeit gern an ihren Futterplätzen oder an mehreren Aussichtspunkten. An der Wassertretstelle in Brandenberg steht ein Fernglas, mit dem man einen scharfen Blick auf die Halde hat. Doch auch Schmetterlinge, Vögel oder andere Tiere können entlang des Wegs beobachtet werden. 

Start und Ziel: Altes Schulhaus in St. Wilhelm

Länge: 3,1 Kilometer, Dauer: 1,5 bis zwei Stunden

Parkplatz: B 317, Fahler Wasserfälle an der Straße zum Feldberg

Zielpunkt: Wassertretstelle in Todtnau-Brandenberg

ÖPNV: Start: Haltestelle: Todtnau-Fahl, Abzweig Todtnauer Hütte; Ziel: Brandenberg, Hirschen

5. Walter-Wagner-Weg Todtnau

Das Obere Wiesental lässt sich auf dem 2019 neu gestalteten Walter-Wagner-Weg erwandern. Den acht Kilometer langen Rundwanderweg oberhalb des Todtnauer Stadtteils Brandenberg hat der Schwarzwaldverein Todtnau in Zusammenarbeit mit dem Biosphärengebiet Schwarzwald erstellt. Die Tour führt durch eine zauberhafte Landschaft, die unterschiedlichsten Tieren und Pflanzen Lebensräume bietet. 

Start und Ziel: entweder Todtnau, Wolfsschlucht oder Todtnau-Brandenberg, Wiesenstraße (B 317)

Länge: acht Kilometer; Dauer: drei bis vier Stunden

Parkplatz: Parkmöglichkeiten am Friedhof in Todtnau oder in Todtnau-Brandenberg

ÖPNV: Haltestelle Todtnau, Schönauer Straße oder Todtnau-Brandenberg, Wiesenstraße

6. Sagenweg im Kleinen Wiesental (Tegernau)

Der Sagenweg im Kleinen Wiesental erzählt von Sagen und Märchen, die im Schwarzwald heimisch sind. Der Weg führt von Tegernau nach Wies und berichtet über die Geschichte der “Schweizermühle” zu Zeiten des 30-jährigen Kriegs. Außerdem geht es um das Kleine Wiesental, die Forst- und Landwirtschaft und über das Köhlerhandwerk. Am beliebten Stauweiher soll als zusätzliches Highlight ein Grillplatz mit Bänken eingerichtet werden.

Start und Ziel: Kleines Wiesental, Tegernau bis Wies

Länge: 5,3 Kilometer, Dauer: 2,5 bis drei Stunden

Parkplatz: Verschiedene Möglichkeiten in Tegernau und Wies

ÖPNV: Haltestelle Tegernau; Rückfahrt ab Wies (Bus fährt am Wochenende nur von Mai bis Oktober)

7. Zeidlerpfad beim „Goldenhof“ in Dachsberg-Urberg

Wie früher Honig gewonnen und Bienen gehalten wurden, zeigt dieser spannende Zeidlerpfad in der Nähe des „Goldenhofs“ in Dachsberg-Urberg. Die Schautafeln zur Zeidlerei bieten nicht nur historische Einblicke, sondern zeigen auch auf, wie ökologisch die klassische Bienenhaltung ist. Mit praxisnahen Informationen können die Besucherinnen und Besucher erfahren, was Zeidlerbäume sind, wie Bienenkästen angebracht wurden und warum die früheren Imker gute Kletterkünste brauchten. 

Start und Ziel: Wanderparkplatz Bildsteinfelsen, Dachsberg-Urberg

Länge: ein Kilometer, Dauer: eine Stunde

Parkplatz: Wanderparkplatz Bildsteinfelsen, Dachsberg-Urberg

ÖPNV: Haltestelle Dachsberg-Urberg, von dort etwa ein Kilometer Fußweg zum Bildsteinfelsen.

8. Gersbacher Erlebnisweg auf dem Rinderlehrpfad in Schopfheim-Gersbach

Entlang der Strecke gibt es zwölf aus Holz geschnitzte Tiere. Diese leben im Wald oder am Waldrand und berichten über ihren Lebensraum. Aus dem ursprünglich reinen Rinderlehrpfad ist nun der Gersbacher Erlebnispfad entstanden. Über die Rinderhaltung gibt es auf zwölf Thementafeln Wissenswertes zu lesen – sowohl von der Landwirtschaft als auch über verschiedene Rinderrassen. Bequeme Bänke laden zur Rast ein, bei gutem Wetter sind die Alpen zum Greifen nah.

Start und Ziel: Ortsmitte, Schopfheim-Gersbach

Länge: 3,6 Kilometer, Dauer: 1,5 bis zwei Stunden

Parkplatz: Parkplatz am Infopavillon oder Ortsmitte Gersbach

ÖPNV: Haltestelle Gersbach-Post oder Ebnet