Was ist das Rahmenkonzept für das Biosphärengebiet Schwarzwald?

Das Biosphärengebiet Schwarzwald ist im Herbst 2017 offiziell von der UNESCO anerkannt worden. Nun wird ein Rahmenkonzept für das Biosphärengebiet erstellt. Dieses soll als Masterplan und Leitfaden Ziele und Maßnahmen für die angestrebte Entwicklung festlegen. Die Themen reichen von Natur- und Landschaftsschutz, Land- und Forstwirtschaft über Bildung und Forschung hin zu nachhaltigem Wirtschaften und Regionalförderung. Im Fokus steht dabei neben der nachhaltigen Entwicklung vor Ort immer die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt sowie der bewusste Umgang mit vorhandenen Ressourcen.

Das Who’s who der Naturlandschaften (Was sind Naturparke, Biosphärengebiete, Nationalparks?)

Naturparke sind großräumige Gebiete, die nach § 27 Bundesnaturschutzgesetz einheitlich zu pflegen sind. Sie umfassen überwiegend Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete und sollen für den nachhaltigen Tourismus erschlossen werden (Erholungsfunktion). Angestrebt wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung, auch sollen sie eine nachhaltige Regionalentwicklung fördern. Viele Schutzgebietskategorien überlappen sich hinsichtlich ihrer Flächen: So kann etwa ein Naturschutzgebiet oder ein Biosphärengebiet Teil eines größeren Naturparks sein.

Biosphärenreservate (in Baden-Württemberg Biosphärengebiete) sind von der UNESCO mit der Initiative „Man and Biosphere Programme“ (MAB) konzipierte Modellregionen, in denen nachhaltige Entwicklung in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht stattfinden und beobachtet werden soll. Jedes Biosphärenreservat ist gegliedert in drei Zonen: Kernzone (Prozessschutz, kein direkter menschlicher Einfluss, mind. 3% der Gesamtfläche); Pflegezone (vorrangig umweltgerechte Landnutzung, mind. 10%); 

Entwicklungszone (Lebens-, Arbeits- Verkehrsraum und Platz für die Entwicklung von Modellprojekten, mind. 50% der Gesamtfläche). Es ist ein interdisziplinäres Wissenschaftsprogramm, das die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt erforscht und den Schutz der biologischen Vielfalt mit den Bedürfnissen der Menschen auf einen Nenner bringen will. Das Biosphärengebiet Schwarzwald ist vom Typ her eine grünlandreiche Waldlandschaft und damit ein besonderes Großschutzgebiet.

Nationalparks sind nach den Vorgaben der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) natürliche Gebiete, in denen die Unversehrtheit von Ökosystemen geschützt und auch für künftige Generationen erhalten bleiben soll, Ausbeutung verhindert und gleichzeitig eine Basis für Forschung, Schulung, Erholung und Besichtigung geboten wird, soweit dies ökologisch und kulturell vereinbar ist. Die Natur soll dort auf 75 Prozent der Fläche sich selbst überlassen bleiben – in Nationalparken haben die Bedürfnisse der Natur Vorrang vor denen der Menschen. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 24) soll es sich um großräumige, weitgehend unzerschnittene Gebiete von besonderer Eigenart handeln, die überwiegend die Voraussetzungen für Naturschutzgebiete erfüllen.

Quelle: Naturfreundin 2-2014

Die Roadmap bis zum Rahmenkonzept

Ein wichtiger Bestandteil des Rahmenkonzepts und des Biosphärengebiets ist die Einbindung der im Gebiet lebenden Menschen. Im Rahmen unterschiedlicher Angebote haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich in die Erarbeitung des Konzepts einzubringen. Dabei sollen verschiedene Zielgruppen angesprochen werden, um ihre spezifischen Interessen in das Rahmenkonzept einzubringen. Dazu sind im Beteiligungskonzept spezielle Formate vorgesehen, um diese Anregungen und Ideen aufzunehmen.

1. Beteiligungswoche
Der Auftaktworkshop am 19. September in St. Blasien
Die erste Beteiligungswoche vom 8. bis 10. Oktober
Erste Themenwerkstatt zum Rahmenkonzept am 25. November 2019 in Todtnau
Rund 100 Gäste kamen zur Auftaktveranstaltung für das Rahmenkonzept des Biosphärengebiets ins Kolleg nach Sankt Blasien. Andrea Hartz vom beauftragten Planungsbüro agl aus Saarbrücken erläuterte den Ablauf des Prozesses.

Lena Maly-Wischhof stellte ihre SWOT-Analyse zum Biosphärengebiet vor, die sie auf Basis vorhandener Literatur erarbeitet hat. Diese Analyse bewertet Stärk... en, Schwächen, Chancen und Risiken des Ist-Zustands des Gebietes und bildet so eine wichtige Grundlage für das Rahmenkonzept. Bei einem Podiumsgespräch mit regionalen Vertretern von Landwirtschaft, Tourismus, Kommunalpolitik, Wirtschaft und einem Umweltverband ging es um die Erwartungen der Akteure. An Thementischen stand das Team des Biosphärengebiets Rede und Antwort und nahm Anregungen der Bürger entgegen.
Der Biosphären-Infobus war drei Tage lang unterwegs, um über das Rahmenkonzept zu informieren, auf Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu antworten und um Anliegen aufzunehmen. Dabei gab es jeweils vier Stationen an zentralen Punkten, die sich auf die drei Landkreise der Gebietskulisse großflächig verteilten.

Vom Team der Geschäftsstelle waren Geschäftsführer Walter Kemkes, ... Walter Krögner und die beiden Ranger Sebastian Wagner sowie Florian Schmidt gemeinsam mit dem Team von agl im Einsatz. Abends gab es drei Bürgerabende, bei denen es die Möglichkeit gab, sich einzubringen und eigene Themen für das Rahmenkonzept vorzuschlagen. Die Rückmeldungen waren sehr vielfältig und fließen in den Prozess mit ein.
Nach der Auftaktveranstaltung und der ersten breiten Beteiligungswoche lagen viele Anregungen und Ideen zu Schwerpunkten und Maßnahmen für das Rahmenkonzept vor. Bei der ersten Themenwerkstatt mit Akteurinnen und Akteuren, Verbänden sowie Säulen am 25. November in der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental in Todtnau ging es nun darum, sich an die Erarbeitung von ersten konkreten Leitbildern und... Leitzielen zu machen. Das Team der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets sowie des beauftragten Büros agl aus Saarbrücken hatte bereits erste Punkte verschriftlicht, die auf Basis der Bestandsanalyse eingebracht worden waren. Ziel der Werkstatt war es, gemeinsam mit Fachleuten und Schlüsselakteurinnen und -Akteuren an konkreten ersten Leitzielen zu arbeiten. Dies geschah im Plenum und in thematischen Arbeitsgruppen zu Landnutzung, Naturschutz, Wirtschaft/Energie/Mobilität, Tourismus und Erholung, Gesellschaft und Kultur sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Der Auftaktworkshop am 19. September in St. Blasien
Rund 100 Gäste kamen zur Auftaktveranstaltung für das Rahmenkonzept des Biosphärengebiets ins Kolleg nach Sankt Blasien. Andrea Hartz vom beauftragten Planungsbüro agl aus Saarbrücken erläuterte den Ablauf des Prozesses.

Lena Maly-Wischhof stellte ihre SWOT-Analyse zum Biosphärengebiet vor, die sie auf Basis vorhandener Literatur erarbeitet hat. Diese Analyse bewertet Stärk...
Rund 100 Gäste kamen zur Auftaktveranstaltung für das Rahmenkonzept des Biosphärengebiets ins Kolleg nach Sankt Blasien. Andrea Hartz vom beauftragten Planungsbüro agl aus Saarbrücken erläuterte den Ablauf des Prozesses.

Lena Maly-Wischhof stellte ihre SWOT-Analyse zum Biosphärengebiet vor, die sie auf Basis vorhandener Literatur erarbeitet hat. Diese Analyse bewertet Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Ist-Zustands des Gebietes und bildet so eine wichtige Grundlage für das Rahmenkonzept. Bei einem Podiumsgespräch mit regionalen Vertretern von Landwirtschaft, Tourismus, Kommunalpolitik, Wirtschaft und einem Umweltverband ging es um die Erwartungen der Akteure. An Thementischen stand das Team des Biosphärengebiets Rede und Antwort und nahm Anregungen der Bürger entgegen.

Die erste Beteiligungswoche vom 8. bis 10. Oktober
Der Biosphären-Infobus war drei Tage lang unterwegs, um über das Rahmenkonzept zu informieren, auf Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu antworten und um Anliegen aufzunehmen. Dabei gab es jeweils vier Stationen an zentralen Punkten, die sich auf die drei Landkreise der Gebietskulisse großflächig verteilten.

Vom Team der Geschäftsstelle waren Geschäftsführer Walter Kemkes, ...
Der Biosphären-Infobus war drei Tage lang unterwegs, um über das Rahmenkonzept zu informieren, auf Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu antworten und um Anliegen aufzunehmen. Dabei gab es jeweils vier Stationen an zentralen Punkten, die sich auf die drei Landkreise der Gebietskulisse großflächig verteilten.

Vom Team der Geschäftsstelle waren Geschäftsführer Walter Kemkes, Walter Krögner und die beiden Ranger Sebastian Wagner sowie Florian Schmidt gemeinsam mit dem Team von agl im Einsatz. Abends gab es drei Bürgerabende, bei denen es die Möglichkeit gab, sich einzubringen und eigene Themen für das Rahmenkonzept vorzuschlagen. Die Rückmeldungen waren sehr vielfältig und fließen in den Prozess mit ein.

Erste Themenwerkstatt zum Rahmenkonzept am 25. November 2019 in Todtnau
Nach der Auftaktveranstaltung und der ersten breiten Beteiligungswoche lagen viele Anregungen und Ideen zu Schwerpunkten und Maßnahmen für das Rahmenkonzept vor. Bei der ersten Themenwerkstatt mit Akteurinnen und Akteuren, Verbänden sowie Säulen am 25. November in der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental in Todtnau ging es nun darum, sich an die Erarbeitung von ersten konkreten Leitbildern und...
Nach der Auftaktveranstaltung und der ersten breiten Beteiligungswoche lagen viele Anregungen und Ideen zu Schwerpunkten und Maßnahmen für das Rahmenkonzept vor. Bei der ersten Themenwerkstatt mit Akteurinnen und Akteuren, Verbänden sowie Säulen am 25. November in der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental in Todtnau ging es nun darum, sich an die Erarbeitung von ersten konkreten Leitbildern und Leitzielen zu machen. Das Team der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets sowie des beauftragten Büros agl aus Saarbrücken hatte bereits erste Punkte verschriftlicht, die auf Basis der Bestandsanalyse eingebracht worden waren. Ziel der Werkstatt war es, gemeinsam mit Fachleuten und Schlüsselakteurinnen und -Akteuren an konkreten ersten Leitzielen zu arbeiten. Dies geschah im Plenum und in thematischen Arbeitsgruppen zu Landnutzung, Naturschutz, Wirtschaft/Energie/Mobilität, Tourismus und Erholung, Gesellschaft und Kultur sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Weitere Infos bei: Walter Krögner (Fachbereich Service und Öffentlichkeitsarbeit) unter Telefon 07673/889402-4374 oder per E-Mail an walter.kroegner@rpf.bwl.de

Kontaktstelle Rahmenkonzept Biosphärengebiet Schwarzwald: Telefon: 0681/96025-17

E-Mail: rahmenkonzept-bsg@agl-online.de

Download-Bereich:

Hier werden aktuelle Dokumente eingestellt, die den Fortgang des Projekts dokumentieren.

Stand: 06. Dezember 2019