Lebensräume für die Geburtshelferkröte

By 7. November 2025Projekte
Schild am Letzbergweiher, dass auf die dort vorkommenden Amphibien hinweist

Im Rahmen einer Landschaftspflegeaktion am kleinen Weiher neben dem Letzbergweiher in Schönau setzten sich Mitarbeitende des Biosphärengebiets Schwarzwald gemeinsam mit dem NABU für die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) ein – eine der besonders schützenswerten Amphibienarten im Biosphärengebiet. Diese Kröte ist nicht nur für ihr außergewöhnliches Fortpflanzungsverhalten bekannt, sondern auch für ihre spezifischen Anforderungen an den Lebensraum.

Die Geburtshelferkröte ist im Biosphärengebiet in vielfacher Weise eine Besonderheit. Sie bevorzugt vegetationsarme, gut besonnte Rohbodenflächen mit ausreichend Versteckmöglichkeiten. Zu finden ist sie meist in felsigem Gelände, auf Mauern, schütter bewachsenen Böschungen, Steinhaufen oder in Lehmgruben. In unmittelbarer Nähe muss jedoch immer ein geeignetes Fortpflanzungsgewässer vorhanden sein – ein Kleinweiher, ein Löschteich, eine Viehtränke oder auch Bäche kommen hier in Frage. Das Gewässer muss tief genug sein, damit es im Sommer nicht austrocknet und im Winter nicht durchfriert, da die Geburtshelferkröte eine besonders lange Larvenphase hat.

Leider geht die Populationsgröße dieser Amphibienart kontinuierlich zurück. Sie ist auf der Roten Liste der Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg als „stark gefährdet“ eingestuft. Umso wichtiger ist es, Maßnahmen zum Schutz und Erhalt ihres Lebensraums zu ergreifen. Im Rahmen der Pflegeaktion wurde die Vegetation rund um den Letzbergweiher in Schönau zurückgeschnitten – eine wichtige Maßnahme, um den offenen, sonnigen Uferbereich zu erhalten, der für die Fortpflanzung der Kröte unverzichtbar ist. Solche Aktionen tragen entscheidend dazu bei, den LebensrauLarve der Geburtshelferkröte auf einer Handm der Geburtshelferkröte zu sichern und ihre Population langfristig zu stabilisieren.

Der Erfolg dieser und weiterer Aktionen zum Schutz der Amphibien wird in den kommenden Jahren regelmäßig geprüft. Erste Untersuchungen zeigen unter anderem den Erfolg einer Löschteichsanierung in Fröhnd. Der kleine Teich ist eines des wichtigsten Fortpflanzungsgewässer der Geburtshelferkröte im Südschwarzwald, war jedoch undicht und drohte trockenzufallen.