Projekt ALLMENDE 2.0 

Projektfortschritt

Wo geht der Weg hin?

Verbindung von Tradition und Zukunft?

Traditionell sind Allmendweiden Orte gemeinschaftlicher Bewirtschaftung. Die ortsansässigen Landwirtinnen und Landwirte haben ihr Vieh im Sommer auf die großen Weidflächen getrieben und haben sich entweder zusammen um die Versorgung gekümmert oder einen Dorfhirten beschäftigt. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Gemeinschaftsweiden vielerorts an die einzelnen Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter „aufgeteilt“. Einige haben sich jedoch an die aktuellen rechtlichen Bedingungen angepasst und werden als Verein, Personengesellschaft oder Genossenschaft weitergeführt. Wir untersuchen, wie die Gemeinschaftlichkeit auf der Weide im 21. Jahrhundert gelebt wird, welche Herausforderungen dabei bestehen aber auch, welche Vorteile sich hieraus ergeben.  

Zukunftsperspektive durch Rechtssicherheit?

Erarbeitung eines Rahmenpachtvertrags

Von Seiten einzelner Landwirtinnen und Landwirte sowie von Kommunen wurde immer wieder das Interesse geäußert, langfristige Bewirtschaftungsverhältnisse rechtlich verbindlich einzurichten. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem BLHV in Müllheim und dem Landschaftserhaltungsverband Lörrach e. V. ein Muster für einen Landpachtvertrag entwickelt, der auf kommunales Grünland im Südschwarzwald zugeschnitten ist. Diesen bieten wir interessierten Landwirtinnen und Landwirten sowie Kommunen an.  

Beratung trifft Forschung

Situationen objektiv darstellen

Obwohl durch die Ist-Analyse klar wurde, dass im Projektgebiet viele, hauptsächlich kleine, Nebenerwerbslandwirtinnen und Landwirte die Flächen bewirtschaften, fehlen uns verlässliche Informationen zu vielen Aspekten der Betriebe:  

  • Wie sehen die Betriebe ihre eigene Situation und Zukunft? 
  • Welche Art von Unterstützung wünschen sie sich?  
  • Wie ist die Perspektive aus betriebswirtschaftlicher Sicht? 
  • Welcher Unterstützungsbedarf ergibt sich daraus ? 

Um diese Frage zu beantworten, bietet das Land den Landwirtinnen und Landwirten eine individuelle Betriebsberatung an. Wir begleiten den Prozess und fassen die Ergebnisse anonymisiert zusammen.